Warum wir nicht immer sagen, was wir meinen.

Mai 22, 2012 § Hinterlasse einen Kommentar

Es ist nicht immer einfach zu sagen, was man denkt. Man gibt sich sozusagen Blöße. Man ist verletzbar. Man könnte sich lächerlich machen. Man will es aus Sturheit nicht, weil man etwas zugeben müsste. Ich bin eine von denen, die oftmals Dinge tut und sagt, die sie später (meist schon wenige Sekunden später) bereut. Es kommt sogar vor, dass ich mir schon bevor ich etwas sage denke: „Das ist falsch.“ und ich tue es trotzdem. Zum Beispiel „Ich hasse dich.“ Auch wenn ich garantiert alles andere als das meine.  Es ist womöglich diese typische Frauensprache. Ich finde mich tatsächlich teilweise darin wieder. Frau – Deutsch, Deutsch – Frau. Nicht alles darin ist falsch, bzw. einfach nur zur Lächerlichkeit. Wie oft sage ich „Lass mich in Ruhe“ und meine eigentlich „Bitte geh nicht.“ Oder „Geh weg.“ und will doch in den Arm genommen werden. „Alles ist gut“ und doch ist eigentlich alles scheiße. Die größte Lüge ist meist schon folgende: „Wie geht es dir – Mir geht es gut, dir? – Mir geht es auch gut.“ Kaum einer wird sagen „Hei, mir gehts scheiße. Aber sonst. Und dir?“ Macht doch keiner. Warum stellen wir so dumme Fragen eigentlich, wenn die Antwort beinahe klar ist. Und wenn man dann doch mal mit der Wahrheit rausrückt und erklärt, dass nicht alles gut ist, dann wird man genervt und betüdelt. Einem wird Selbstmitleid und so weiter vorgeworfen. Auch nicht das gelbe vom Ei.

Wir sagen oft Dinge, die wir anders meinen. Wir sagen sie im Affekt. Wir sagen sie aus Wut. Aus Sturheit. Aus Selbstschutz. Gründe gibt es viele. Man muss dann jedoch auch zu dem stehen, was man so zu sagen verbockt hat. Vielleicht sollte man sogar die Größe haben und, wenn in einem Streit solche Worte fallen, danach zu demjenigen gehen und sich entschuldigen. Richtig stellen, was zuvor nicht richtig war. Die Welt wäre an sich schon um so vieles einfacher, wenn wir einfach sagen was wir denken. Klar, das verletzt auch Leute. Aber es kommt nicht zu Missverständnissen oder dummen Streits. Ich merke es doch selbst. Wenn ich mit meinem Verlobten streite sage ich ganz oft Dinge, die ich so nicht meine. Ich verkneife mir dagegen Sachen zu sagen, die alles schlichten würden. Aus Stolz und Sturheit. Wie schwer es manchmal doch ist, einen Fehler zu zugeben. Vielleicht fällt auch nur mir das alles schwer. Fakt ist: Manchmal muss man über den eigenen Schatten springen und sagen, was zu sagen ist.

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Fuck this shit.

Mai 21, 2012 § Hinterlasse einen Kommentar

Es ist Montag, bekanntlich der übelste Tag der Woche, er ist schließlich am weitesten vom kommenden Wochenende entfernt. Für mich gelten diese Regeln nicht unbedingt. Ich gehe nur Mittwoch/Donnerstag zur Universität und habe daher ein sehr langes Wochenende, wenn man so will. Dennoch ist der Montag für mich ein Tag, wo ich durchhänge. Dafür gibt es mit Sicherheit viele Gründe. Zum einen geht es mir nicht so gut, weil J. wieder fort ist. Einige denken sich jetzt, ich mache mich von einem Jungen abhängig. Womöglich tue ich das auch. Aber ich liebe ihn und irgendwo ist er so eine Art „Motor“ für mich. Ein Antrieb. Zudem ist man am Wochenende träge. Den Sonntag genießt man im Bett, auch am Samstag macht man nicht all zu viel. Aus dieser Trägheit wieder herauszufinden ist schwierig, zumal der Anreiz nicht sehr groß ist etwas zu tun.

Ich beschwere mich hier tatsächlich darüber, dass ich an meinem freien Montag ohne Elan und Motivation bin. Gerade weil ich so wenig zu tun habe sollte ich doch voller Elan und Motivation sein. Gerade deswegen sollte ich doch routieren wie eine Idiotin und das Zeug schnell fertig bekommen. Es ist ja nun wirklich nicht viel. Richtig ernsthaft sollte ich nur etwas von der Uni wiederholen, vielleicht schon ein bisschen lernen. Kein großer Aufwand, höchstens 60 min. Doch selbst dazu bin ich zu träge. Ich könnte bei Textbroker einen Text schreiben, um mein Konto ein bisschen aufzubessern. Selbst diese 200 Wörter sind mir zu viel. Ich wollte zum Pferd gehen, stattdessen sitze ich lieber daheim und tue nichts. Ich finde mein Leben ziemlich trostlos, so wie es ist. Ich nehme immer mehr zu, bin faul ohne Ende und schaffe nichts, nichts bekomme ich auf die Reihe. Und dazu kommt, dass ich mit meinem Charakter Beziehungen kaputt mache, die mir wichtig sind.

Ich riskiere sogar die Beziehung zu meinem Verlobten aus Ignoranz und Idiotie. Meine mangelnde Toleranz zerstört vieles. Ich komme mit dem ein oder anderen Aspekt an ihm nicht klar und schaffe es nicht, über diesen Schatten zu springen. So gern ich es auch tolerieren würde, ich schaffe es einfach nicht.  Stattdessen habe ich das Gefühl, ihm im Weg zu stehen. Ihm sein Leben zu ruinieren. Mein eigenes dazu.

Vielleicht sollte ich nicht so sinnlos einen Blogeintrag verfassen, vielleicht sollte ich das nie wieder tun. Schließlich ist es unnötig und raubt mir Zeit. Doch es tut gut. Trotzdem werde ich jetzt aufhören, mich den Dingen widmen die getan werden wollen. Fürs Pferd ist es jetzt zu spät (oder rede ich mir das nur ein?), aber ich kann genauso gut die anderen Punkte meines Todo-Plans abarbeiten.

Let the rain wash away all the tears of yesterday.

Mai 15, 2012 § Hinterlasse einen Kommentar

Wenn der erste Tropfen auf die Fensterscheibe klatscht, man das erste Nass auf der Nasenspitze spürt fangen die meisten an zu schimpfen. Schlechtes Wetter. Verdammt. Warum gerade jetzt. Wo ist meine heißgeliebte Sonne hin verschwunden. Nicht erst seit heute teile ich diese Meinung ganz und gar nicht. Natürlich favorisiert jeder Mensch eine gewisse Temperatur, ein Wetter das ihm gefällt. Bei mir ist das eben der Regen mit ein bisschen Sturm. Vor allem im Sommer, wenn Blitz und Donner sich dazu gesellen oder es so warm ist, dass man durch den Regen laufen kann ohne zu frieren.

Für mich ist es das schönste Gefühl, wenn es regnet. Ich mag es allein schon, wenn ich mit dem Auto unterwegs bin und die Tropfen meine Windschutzscheibe verprügeln. Ich liebe es, wenn ich nachts einschlafe und dabei der Regen gegen die Scheibe prasselt, ein Blitz kurz das Zimmer erhellt und der Donner mir durch Mark und Bein fährt. Andere fürchten sich, ich genieße. Es wirkt beruhigend auf mich, eine gewisse innere Ruhe stellt sich ein. Ich fühle mich wohl.

Das aber ist ja allen selbst überlassen. Ich verstehe dennoch nicht dieses Schimpfen und diesen Stursinn. Ich mag zum Beispiel Wärme nicht, weil ich sehr schnell schwitze und mich dann natürlich unwohl fühle. Mir ist es dann einfach viel zu warm. Ich meckere jedoch nicht, sondern sehe das Positive daran: Eis essen gehen & Baden gehen. Natürlich kann man viel mehr Dinge machen, wenn die Sonne scheint. Da ich jedoch lieber in meinen vier Wänden sitze (gern auch auf der Terasse unter Wellblechdach wenn es regnet) stört mich das eher weniger. Klar kann auch mich der Regen mal ärgern. Wenn es kalt ist und ich davon überrascht werde, während ich durch die Stadt gehe. Oder wenn ich mit dem Pferd gern nach draußen wollte, das Wetter mir jedoch einen Strich durch die Rechnung macht.

Aber an sich finde ich es unfair, Regen als „schlechtes Wetter“ zu bezeichnen. Ich bezeichne die Sonne doch auch nicht als schlechtes Wetter, nur weil es mir nicht ganz passt. Man sollte wie bei so vielen Dingen im Leben einfach lernen, die schönen Seiten selbst an den Dingen zu entdecken, die man eigentlich nicht mag. Das würde einiges um so vieles einfacher gestalten.

Mai 13, 2012 § Hinterlasse einen Kommentar

Ich glaube, das vergessen ganze viele Menschen zu oft. Mal ehrlich: wie oft hast du heute schon gelächelt? Und wie „großartig“ waren die Dinge, über die du gelächelt hast. Waren es die kleinen Dinge des Lebens, oder bedarf es da schon mehr um dir ein Lächeln auf die Lippen zu zaubern? Ich selbst merke es ja, dass man manchmal gar nichts mehr so wirklich zu schätzen weiß. Die kleinen, die schönen Dinge im Leben. Die, auf die man achten muss um sie wirklich mit zu bekommen. Die, wo man ein bisschen genauer hinschauen muss. Ein Sonnenaufgang, das warme Kitzeln der Strahlen auf dem Gesicht. Ein Regenschauer, wonach die Welt immer so schön duftet. Eine klitzekleine Geste eines lieben Menschen, die  lieb gemeint ist. Etwas geschafft zu haben. All diese Dinge, die man eigentlich gar nicht mehr so wirklich zu schätzen weiß.

Es soll sie wirklich geben; Menschen, die kaum noch lächeln. Dabei meine ich jetzt nicht die, die wirklich keinen Grund haben. Krebskranke Kinder zum Beispiel lächeln jedoch manchmal noch öfter als jemand, der alles hat und sich alles kaufen/besorgen kann. Als jemand, dem die Sonne ins Gesicht scheint, der eine liebe Familie und alles Glück der Welt hat. Ich habe sogar das Gefühl, dass die, die ein schweres Leben haben, viel öfter lachen. Sie wissen das Kleine zu schätzen, weil allein das schon Trost genug sein kann in den schweren Zeiten. Jemand, der alles hat, weiß eben leider kaum noch etwas wirklich zu schätzen.

Ich merke, dass ich doch einiges wieder zu schätzen gelernt habe, was ich vielleicht vor ein paar Monaten noch ignoriert hätte. Die kleinen Dinge, die womöglich niemandem auffallen außer mir. Wenn mir die Sonne ins Gesicht scheint oder wenn es nach einem leichten Sommerregen so lecker duftet. Aber auch schon, wenn mein Pferdchen auf mich zu trottet oder wir kleine Erfolge beim Reiten haben. Wenn mein Liebling bei mir ist. All das. Man braucht nichts Großes, nichts Teures. Man braucht nur das Wesentliche (:

Unter Wasser kann man nicht schreien.

Mai 10, 2012 § Hinterlasse einen Kommentar

Als ich dieses Bild gesehen habe kam mir sofort der Gedanke an das Lied von Farin Urlaub. „Unter Wasser“ nennt es sich meines Wissens nach. Manchmal fühlt man sich ja wirklich wie unter Wasser. Die Welt rauscht an einem Vorbei, man selbst in einer Blase. Vielleicht will man schreien, ausbrechen. Doch niemand hört einen. Man ist isoliert in der eigenen kleinen Welt. Einer Gedankenwelt. Eine Welt, die man womöglich aufgebaut hat, nur um der Realität zu entfliehen. Sei es, weil sie schmerzvoll ist, einen nicht erfüllt oder aus anderen Gründen. Ich glaube ich bin so ein Kandidat „fremde Welt“. Ich verkrieche und verkrümel mich oft in den virtuellen Welten. Erschaffe mir einen ganzen Freundeskreis; virtuelle Persönchen deren reales Alter Ego irgendwo da draußen am PC sitzt, so wie ich. Die können mir erzählen was sie wollen, ich glaube es. (Oder auch nicht.) Sie sind meine Freunde geworden, ich hänge teilweise mehr an ihnen als an realen Freunden. (Wovon ich sehr wenige habe.) Es fällt mir nicht leicht, auf andere zu zugehen und gerade da ist es unglaublich schön in der Anonymität des Internets nach Gleichgesinnten zu suchen. Gezielt Menschen zu finden, die womöglich ähnliche Interessen haben oder gerade deswegen interessant sind, weil sie eben dies nicht haben.

Vieles ist eine Art von eigene kleine Welt. Lesen zum Beispiel. Wenn ich lese tauche ich vollständig in das Buch ein, sofern es gut ist. Ich fange an mich mit meinen Lieblingscharakteren zu identifizieren und für Momente, in denen ich lese, bin ich nicht mehr ich. Ich bin jemand anderes. Jemand, der womöglich gerade durch eine Höhle kriecht oder auf einem Drachen reitet, in die Schlacht zieht oder um den Mann ihrer Träume kämpft. Nicht, dass ich diesen Mann nicht auch in real hätte.

Zum Glück gibt es so kleine Anker im Leben. Mein Mann, meine Familie, mein Pferdchen, meine Tiere. Ohne würde man wohl in diese Scheinwelt abdriften, die zuweilen ganz schön sein kann und doch nicht zuviel werden darf.

Dienstag = Sonntag

Mai 8, 2012 § Hinterlasse einen Kommentar

Für mich ist der Dienstag das, was für andere der Sonntag ist: der Tag vor der Schule, Uni oder Arbeit. Jetzt werdet ihr sagen: Die beschwert sich, weil sie zweimal in der Woche zur Uni muss und davon das eine Mal auch nur eine Stunde. Ja okay, das stimmt schon. Aber manchmal denke ich, dass es einfacher wäre, wenn man mehrere Tage die Woche einen festen Ablauf hat. Durch diese vielen freien Tage verfalle ich gern in eine Art Starre. Es fällt mir denke ich schwerer, mich aufzuraffen,weil ich in keinem geregelten Ablauf stecke. Dadurch fällt es mir eben dann auch schwer, diese zwei Tage die Woche aufzustehen und mich auf den Weg zu machen. Beklagen will ich mich dennoch nicht. Denn ich weiß ja, wie gut ich es damit getroffen habe. Ich muss mir nur ein wenig in den Arsch treten. Dass mir das allerdings schwer fällt, wissen wir ja.

Ich habe dafür heute sehr viel geschafft. Eigentlich nahezu alles, was ich mir vorgenommen habe. Und das ist sehr gut. Das macht mich stolz und froh. Ich habe sogar das geschafft, worauf ich gar keine Lust hatte und große Schwierigkeiten gesehen habe, mich aufzuraffen. (So wie so oft.) Und nun ist es 22:18 und allmählich sollte ich ins Bett, denn morgen früh klingelt der Wecker erbarmungslos um 06:00. Ich wünsche euch daher eine gute Nacht.

Krank :(

April 27, 2012 § Hinterlasse einen Kommentar

Nun hat es mich scheinbar doch mal wieder erwischt. Eine Erkältung =( Die Nase läuft ein wenig, am schlimmsten sind diese Halsschmerzen oder wo auch immer der Schmerz genau sitzt. Also so zwischen Hals und Nase. Einfach eklig.   Ich hasse Schnupfen. Ich finde, das ist die mieseste Krankheit von allen. Man fühlt sich nicht nur kaputt und krank, man hat nicht einmal mehr Geschmack und die Nase läuft so peinlich. Das ist schlimm. Ich werde mir dann schnell einen Tee machen und ein Bad nehmen, vielleicht hilft es ja!

Dafür habe ich nun alle Referate für das Semester unter Dach und Fach. In NDL II ist es freiwillig, richtig toll. Und das Referat in Namenskunde lief auch ganz gut. Besser als erwartet zumindest. Also doch noch was, zum freuen. Und auch das Lesen macht mir langsam wieder mehr Spaß, eine sehr gute Voraussetzung zum Studium 😀 Die Motivation kommt irgendwie wieder, auch wenn ich immer noch maßlos faul bin.

Mein EWU-Antrag ist nun scheinbar auch durch. Allerdings war das schon seltsam. Ich hatte mich als „Lisa Sue“ in die LK4 eingetragen und sollte wegen der Messe die Anmeldegebühr nicht zahlen. Stattdessen jedoch wurde ich als „Lisa“ in die LK5 aufgenommen und sollte 50 Euro Anmeldegebühr zahlen. (Was ich ja im Moment gar nicht könnte.) Nachdem ich eine eMail geschrieben habe hat dann heut Morgen eine nette Frau angerufen und da musste ich feststellen, dass jemand meinen Namen, sowie die LK getipext hat. Bei allen anderen, die auf der Messe waren wurde auch die Gebühr ordnungsgemäß erlassen. Seltsam?! Das muss doch irgendwie jemand mit Absicht gemacht haben….